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Moriwaki-250-Junior-Cup-2015

1. Station im Moriwaki 250 Junior Cup

Für die beiden Motorrad-Racer Selina (15) und Sophia (12) Liebschner aus Untersiemau waren am vergangenen Wochenende die langen Wochen der Vorbereitung vorbei. Die erste Station der Saison 2015 im Moriwaki 250 Junior Cup stand an. Auf den spanischen Strecken Aragón und Alcarràs ging es für die Beiden um eine erste Standortbestimmung.


Auf den großen Rennstecken wird auf Moto3 Maschinen mit etwas weniger Leistung (38PS) als in der WM gefahren. Dieser Cup wird von Holland ausgetragen und ist eine Nachwuchsklasse für Rennfahrer im Alter von 12 bis 20 Jahren. Die identischen Bikes werden jeweils vom Veranstalter – natürlich gegen eine Nenngebühr – gestellt. Ihre Gegner sind 18 Fahrer aus sieben verschiedenen Nationen. Diesen Cup gibt es erst seit vier Jahren und wurde bislang nur von Jungs bestritten. Die Beiden sind jetzt die ersten Mädels, die gegen die Jungs antreten. Der Saisonstart war für das Team zunächst mit einer fast 20-stündigen Anreise nach Aragón bei Alcaniz in Aragonien verbunden. Dort trafen die Cupteilnehmer auf der traumhaft schönen rund fünf Kilometer langen Grand-Prix-Strecke Motorland Aragón zum ersten Mal aufeinander. Die ersten beiden Tage waren gefüllt mit theoretischen Einweisungen in die Regularien des Cups, einer Streckenbegehung und dem ersten Training. Auch wenn es alle kaum erwarten konnten auf die neuen Maschinen zu steigen, blieb zum lockeren Einrollen keine Zeit, denn nur drei Trainings-Turns standen zur Verfügung. Jetzt galt es zuerst, die völlig fremde Strecke zu lernen, was den Cup-Teilnehmern unterschiedlich gut gelang. Wer schon einmal dort trainiert hatte, war natürlich im Vorteil. Nach dem Training stand Selina auf Platz 11 und Sophia sortierte sich auf Rang 16 ein. Kaum war dieser Teil des Events vorüber, musste das Team seine Siebensachen packen und in das etwa 110 Kilometer entfernte Alcarràs in der Provinz Lleida verlegen. Dieser Standortwechsel war notwendig, da das angesetzte Rennen in Aragón aus organisatorischen Gründen nicht ausgetragen werden durfte. Auf dem anspruchsvollen knapp 3,8 Kilometer langen Kurs begann für die Racer am Renntag das Spiel von neuem: Strecke lernen und dann den nötigen Speed finden. Wieder stand mit einem Trainingsturn und den zwei anschließenden Qualifying-Sessions dafür nur sehr wenig Zeit zur Verfügung. Selina ging etwas forscher zur Sache als ihre jüngere Schwester und positionierte sich auch dementsprechend weiter vorn in der Startaufstellung. Bei windigen aber trockenen Bedingungen kämpften die beiden Mädels dann zehn Runden lang wie die Löwinnen gegen die starke Konkurrenz der Jungs. Der Sieg ging an den Deutschen Kevin Orgis. Selina fuhr in ihrem ersten Rennen mit dem 12. Platz in die Punkte. Sophia konnte mit dem 16. Rang noch zwei Konkurrenten hinter sich lassen. Beide waren selbst mit ihrer Leistung noch nicht hundertprozentig zufrieden und wollen sich in den folgenden Rennen steigern. Gelegenheit dazu haben sie am Oster-Wochenende, wenn der Moriwaki-Cup im englischen Donington im Rahmen der BritishSuperBike in die zweite Runde geht.
Das Team benötigt noch Unterstützung durch Sponsoren, da noch nicht die ganze Saison abgesichert ist. Helfen sie mit und begleiten sie zwei ganz tolle Mädels auf ihrem Weg nach oben. Alle Infos, Bilder und Videos über Selina und Sophia Liebschner finden sie im Internet unter www.WT-Racing.com.

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