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Saisonstart für die Zweiradler vom AMC-Coburg

Mitte Februar, die Temperaturen liegen im einstelligen Bereich. Nur wenige Motorräder sind auf den Straßen zu sehen. Für die AMC Coburg-Motorradsportler hat die Saisonvorbereitung aber längst begonnen.

Das White Tiger Racing Team und Stefan Eichhorn haben in Spanien ihr erstes Training absolviert.
Auf dem Kurs „Ricardo Tormo“ im rund 2.000 Kilometer entfernten Valencia drehten Sophia und René Liebschner zusammen mit Clubkollege Stefan Eichhorn bei perfekten Wetterbedingungen ihre ersten Runden.

Sophia Liebschner wird auch 2016 im Moriwaki-Cup fahren, in dem sie im Vorjahr dort erste internationale Erfahrungen sammeln konnte und den 15. Gesamtrang erreichte. Die Winterpause schien ihr gut bekommen zu sein, denn sie fand sich auf der komplett unbekannten, schwer zu erlernenden Strecke sehr schnell zurecht. Auf der reinrassigen 250er Rennmaschine verbesserte sie sturzfrei Turn um Turn ihre Rundenzeiten. Für sie geht es nach dem ermutigenden Training bereits am 20. März in Alcarràs in Spanien zum offiziellen Moriwaki-Trainingsauftakt weiter. Danach warten 17 Rennen auf Kursen in Silverstone, Most, Oschersleben Snetterton, Brands Hatch und Assen. Die Rennen finden jeweils unter dem Dach der Britischen Superbike-Meisterschaft und der Superbike-Weltmeisterschaft statt – einem mehr als würdigen Rahmen also. Sie hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: In dem internationalen Feld will sie unter die Top 10 fahren.

René Liebschner brachte zum ersten Mal seine frisch aufgebaute Yamaha R6 auf den Asphalt. Er absolvierte den größten Teil des Trainings mit seinem Team-Mitstreiter Mirko Skeide aus Neckarsulm, der sein Team-Motorrad dabei hatte. Sie werden nach 2014 zum zweiten Mal gemeinsam mit dem dritten Fahrer Felix Klinck am Ostersamstag im Carbonadi Racing Team die legendären 1000 Kilometer auf dem Hockenheimring in Angriff nehmen – ein Langstreckenrennen, das in der der Motorradsport-Szene größtes Ansehen genießt. Die beiden pushten sich die drei Tage gegenseitig gewaltig und durften am Ende mit ihren Rundenzeiten mehr als zufrieden sein. Sie konnten gemeinsam mit Team-Mechaniker Marco Senf aus Leipzig viele technische Verbesserungen testen und wichtige Abläufe üben. Ein anvisiertes Rennen musste aufgrund einer Zeitverzögerung durch einen Sturz leider ausfallen. Das Team plant außerdem ein weiteres Rennen im Deutschen Langstrecken-Cup Pfingsten im tschechischen Most zu fahren.

Für Stefan Eichhorn verlief der Trainingsauftakt nicht ganz so rund. Gleich am ersten Tag stürzte er übers Vorderrad und schlitterte unsanft ins Kiesbett. Aber Teammechaniker Senf schaffte es in einigen Arbeitsstunden, die MV Agusta wieder fahrbereit zu machen und der Ahorner konnte das Training fortsetzen – ein wichtiger Test für ihn, denn bei Motorrad Dippold war die MV stark umgebaut worden. Auch er schaffte es dann, trotz des Ausrutschers seine Rundenzeiten ständig zu verbessern. Eichhorn wird 2016 versuchen, seinen 3. Platz in der Klasse Superbike 750 in der FR-Challenge, einem Cup mit zehn Sprintrennen auf den Strecken Most, Oschersleben, Lausitzring und Brünn zu verteidigen. Das dürfte allerdings nicht ganz einfach werden, denn in diesem Jahr ist die Konkurrenz in dem Cup um ein Vielfaches stärker als im Vorjahr. Der Startschuss für die FR-Challenge fällt am 8. April bei einem offiziellen Training auf dem Slovakiaring.

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